Fragen und Antworten

zu Kauf und Anwendung von Desinfektionsmittel!

1. Grundlagen der Desinfektion

Auf was ist beim Kauf von Händedesinfektionsmittel zu achten?

Um die Ausbreitung von Krankheiten, wie etwa COVID-19, einzugrenzen, ist regelmäßiges Händewaschen wichtig. Zusätzlich empfiehlt es sich, Desinfektionsmittel zu verwenden, das je nach Zusammensetzung bis zu 99,9% der Viren auf der Haut abtötet. Dabei ist darauf zu achten, dass dieses Mittel mindestens „begrenzt viruzid“ ist.

Was ist der Unterschied zwischen Flächen- und Händedesinfektionsmittel?

Unterschiede zwischen den beiden Arten von Desinfektionsmitteln sind zum einen die Zusammensetzung wie auch die Art der enthaltenen Alkohole. Verwenden Sie niemals Flächendesinfektionsmittel zur Desinfektion der Hände! Wenige Mittel, so wie das in unserem Shop, sind sowohl für Hand- als auch Flächendesinfektion geeignet.

Wie wäscht man sich richtig die Hände?

Um sich vor einer Infektion schützen ist es wichtig, sich oft und mindestens 20 Sekunden lang die Hände zu waschen. Wichtig ist hierbei, dass Sie sich nicht nur auf die Handflächen konzentrieren, sondern ebenfalls die Zwischenräume der Finger ausreichend waschen. Um Ihre Fingerkuppen optimal reinigen zu können, formen Sie mit einer Hand eine Kule, und reiben Sie die Fingerkuppen der anderen Hand in diese Kule. Außerdem sollten Sie bei der Reinigung nicht vergessen ,Ihre Daumen ausreichend zu waschen. Wenn Sie ihre Hände oft und richtig waschen verringern Sie das Risiko einer Infektion enorm!

Kann man ausgewiesene Flächendesinfektionsmittel auch für die Hände benutzen?

Sofern nicht angegeben ist, dass es für beide Anwendungsfälle geeignet ist: Nein!

Die Art der Alkohole und ihre Zusammensetzung in den Flächendesinfektionsmitteln ist höher konzentriert und somit schädlich für die Haut. Benutzen Sie für Ihre Hände ausschließlich Händedesinfektionsmittel!

Wie führt man eine Flächendesinfektion richtig durch?

Da Krankheitserreger für eine längere Zeit auf Oberflächen überleben können ist eine regelmäßige Flächendesinfektion besonders in Laboren oder medizinischen Einrichtungen wichtig, damit die Ausbreitung vorgebeugt wird. Vorab wichtig ist, dass Sie geeignete chemikalienresistente Schutzhandschuhe tragen.
Achten Sie darauf, dass das Tuch, mit dem Sie die Flächendesinfektion durchführen ausreichend stark mit Desinfektionsmittel benetzt ist.

Hier gilt: lieber ist das Tuch etwas zu nass als zu trocken!

Wischen Sie die Flächen nun ab und entsorgen Sie das Tuch im Abfall. Wiederverwendbare Tücher müssen vor einer erneuten Nutzung desinfizierend gewaschen und getrocknet werden.

2. Welches Desinfektionsmittel ist das Richtige?

Worauf muss ich beim Kauf eines Desinfektionsmittels achten?

Entscheidend ist vor allem, wofür Sie es benutzen wollen.

Wer sich etwa vor dem Coronavirus schützen will, der braucht dafür ein Mittel, das „begrenzt viruzid“ ist, wie der Fachbegriff lautet. Das bedeutet, dass dadurch behüllte Viren abgetötet werden. Dazu gehören zum Beispiel Noroviren und eben auch das Coronavirus. Bei unserem san+ Markenprodukt steht auf dem Gebinde immer drauf, dass das Produkt bakterizid, fungizid und viruzid ist – also gegen Bakterien, Pilze und Viren wirksam ist.

Reichen die Gels, die ich im Drogeriemarkt kaufe aus?

Diese Desinfektionsmittel sind keine Medizinprodukte und bringen gegen Viren meist nichts. Man beruhigt damit lediglich sein Gewissen, besser wäre es, sich stattdessen gründlich die Hände zu waschen.

Welche Unterschiede gibt es?

Bevor Sie ein Desinfektionsmittel zur Händedesinfektion kaufen, solltest Sie wissen, dass es bei Desinfektionsmitteln deutliche Unterschiede gibt. Das Etikett verrät, welche Erreger das Produkt abtötet. Dabei wird zwischen den folgenden Wirkspektren unterschieden:

  • Bakterizid: chemische Substanzen bezeichnet, welche Bakterien abtöten. Ein Desinfektionsmittel mit der Deklaration „bakterizid“ schädigt Bakterien so stark, dass diese durch einen irreversiblen Zelltod zu Grunde gehen.
  • Fungizid: Fungizide Desinfektionsmittel tötet Pilze und Pilzsporen bzw. hemmt diese stark in ihrem Wachstum. Diese Eigenschaft wird als fungizid bzw. „pilzabtötend“ bezeichnet.
  • Begrenzt viruzid: Seit dem Jahr 2004 wurde das Wirkspektrum von Desinfektionsmittel um das Spektrum „begrenzt Viruzid“ erweitert. Begrenzt viruzide Desinfektionsmittel wirken gegen behüllte Viren. Mittel, welche als „begrenzt viruzid plus“ bezeichnet werden wirken zudem gegen Noro-, Rota- oder Adenoviren.
  • Viruzid: Sogenannte Viruzide wirken  virenabtötend. Sie zerstören die virale Nukleinsäure oder wirken durch eine Denaturierung oder Entfernung der Virushülle und setzen somit die Infektiosität von Viren deutlich herab bzw. verhindern sie ganz.
  • Sporozid: Macht Sporen keimunfähig

Zudem unterscheiden sich die Lösungen durch ihre Inhaltsstoffe. Möglich sind Substanzen wie Alkohol, jodhaltige Mittel, andere Chemikalien oder eine Kombination dieser Substanzen.

Welche Bestandteile sind bei einem Desinfektionsmittel wichtig?

Für Desinfektionsmittel gibt es offizielle Rezepturen von der WHO (Weltgesundheitsorganisation).
Auch Apotheken sind verpflichtet, sich daran zu halten. Zwei Rezepte sind auf der Basis von Isopropylalkohol, zwei auf der der Basis von Ethanol. Ethanol ist zurzeit das Gängigste, weil es am ehesten verfügbar ist, Isopropylalkohol bekommt man derzeit so gut wie gar nicht mehr.
Mit den WHO-Rezepturen ist man auf der sicheren Seite. Laut der jüngsten Mitteilung der Desinfektionsmittel-Kommission ist wichtig, dass die Konzentration des Ethanol-Wassergemischs mindestens bei 70 Volumenprozent liegt. Dieser Wert ist auf der Packung mit „V/V“ bezeichnet. Desinfektionsmittel, das in Kliniken oder Arztpraxen verwendet werden, haben oft sogar 80 Prozent – so wie unser san+ Desinfektionsmittel.

Finde ich diese Angaben denn auf jeder Verpackung eines Desinfektionsmittels?

Wenn es nicht draufsteht, lieber die Finger davon lassen. Manchmal steht zum Beispiel auch drauf, dass das Produkt 65 Gramm Ethanol pro 100 Milliliter enthält. Das ist aber eine Gewichtsangabe und nicht zu verwechseln mit Volumenprozent. Solange nicht wenigstens vermerkt ist, wie hochprozentig das Ethanol bei Herstellung als Ausgangsstoff ist, sind solche Angaben nicht ausreichend.
Also Finger weg von Mitteln ohne Angaben auf der Verpackung!

Wie sind weitere Bestandteile wie Pflegesubstanzen oder Parfum zu bewerten?

Wenn ein Pflegemittel wie Glycerin drin ist, dann ist es gut und auch wichtig.
Das gute alte „Sterilium Virugard“ zum Beispiel ist praktisch reines Ethanol. Zu häufige Anwendung trocknet Ihre Haut aus, diese wird rissig und Sie schaden sich zusätzlich. Parfum ist kritisch zu sehen, da die Haut durch das Desinfektionsmittel bereits gereizt ist.

Wieso sind Desinfektionsmittel so teuer?

Der Preis der Desinfektionsmittel orientiert sich am Preis des Alkohols, in unserem Falle Ethanol. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Ethanol ist der Preis ebenfalls gestiegen – etwa um das 30-fache. Auch die Verpackungen, wie Flaschen oder Kanister, sowie die Etikettierung kosten Geld. Die Gewinnmargen für Desinfektionsmittel sind minimal.

Würde gründliches und regelmäßiges Händewaschen auch reichen?

Wäscht man sich regelmäßig die Hände, sollte das ausreichend sein. In Lokalen, Geschäften oder im Büro ist dazu nicht immer die Möglichkeit und Zeit. Gerade hier sind Desinfektionsmittel eine hervorragende Gesundheits- und Hygiene-Maßnahme. Gerade in Geschäften mit hoher Frequenz, in Apotheken oder Schulen ist es notwendig, Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen. Wer auf Nummer sicher gehen will, benutzt Desinfektionsmittel. Gerade auch für Flächen ist es ein absolutes Muss.

3. Wie desinfiziere ich mir richtig die Hände?

Wie werden Krankheitserreger wie COVID-19 übertragen?

Erreger werden überwiegend über Oberflächen und den persönlichen Kontakt übertragen. Im Krankenhaus beträgt die Übertragungsrate Hand-zu-Hand sogar bis zu 90 Prozent.

Damit man sich also nicht unnötig über Einkaufswagen, Smartphone und Co. ansteckt, empfiehlt es sich, regelmäßig die Hände zu desinfizieren.

Wie funktioniert Händedesinfektion im Allgemeinen?

Händedesinfektion dient dazu, Krankheitserreger abzutöten, bevor sie in unseren Körper gelangen. Denn wo Menschen aufeinander treffen, finden sich auch Viren, Bakterien und Pilze an Oberflächen und Händen. Durch eine gezielte Desinfektion word die Vermehrung von Krankheitsübertragungen wie des Norovirus oder des Coronavirus deutlich eingeschränkt, denn die häufigste Ansteckungsart ist über den Handkontakt. Auch der Kontakt mit Oberflächen, welche von erkrankten Personen angegriffen wurden, reicht aus: Ein unbedachter Griff an Nase, Mund oder Augen (Schleimhäute!) und das Virus ist in unseren Körper gelangt.

Was ist bei der Desinfektion im Detail zu beachten?

Händedesinfektion in 6 einfachen Schritten

  • Schritt 1: Handinnenflächen desinfizieren
    Tropfen Sie Desinfektionsmittel in Ihre hohle Hand und reiben anschließend die Handinnenflächen aneinander.
  • Schritt 2: Handrücken desinfizieren
    Nun reiben Sie mit der rechten Handinnenfläche über den linken Handrücken und wiederholen den Vorgang auf der linken Seite genauso.
  • Schritt 3: Handinnenflächen aufeinander führen
    Nun führen Sie nochmals die Handinnenflächen aufeinander, jetzt aber mit ineinander verschränkten Fingern.
  • Schritt 4: Finger verhaken
    Legen Sie die Fingerinnenseiten beider Hände jetzt aufeinander und verhaken Sie die Finger ineinander.
  • Schritt 5: Daumen desinfizieren
    Zum Schluss werden die Daumen desinfiziert. Legen Sie dazu den rechten Daumen in die linke geschlossene Handfläche und wiederholen Sie dies auf der linken Seite.
  • Schritt 6: Fingerspitzen desinfizieren
    Als Letztes werden die Fingerspitzen desinfiziert. Dazu schließen Sie die Finger der rechten Hand so, dass sich die Fingerspitzen berühren und kreisen sie in der linken Handfläche.

Wie oft sollte man sich die Hände desinfizieren?

Wie oft Sie die Hände desinfizieren hängt davon ab, ob es sich um eine private oder berufliche Situation handelt. Denn Personen im pflegerischen oder medizinischen Bereich haben eine vollkommen andere Voraussetzung und müssen Ihre Hände mehrmals täglich desinfizieren.

Im privaten Rahmen sieht dies jedoch anders aus. Hier ist es nicht unbedingt nötig, sich die Hände regelmäßig zu desinfizieren. Gründliches Hände waschen reicht vollkommen aus. Unterwegs, wenn es keine Möglichkeit zum Händewaschen gibt, empfiehlt sich der Griff zum Desinfektionsmittel.

Wann sollte man sich die Hände desinfizieren?

Gerade in der aktuellen Situation ist es ratsam sich die Hände insbesondere nach dem Einkaufen, nach Kontakt mit anderen Personen oder dem Berühren von Oberflächen im öffentlichen Bereich zu desinfizieren.

Wie lange sollte man sich die Hände desinfizieren?

Als Faustregel gilt die Dauer von knapp 30 Sekunden.

Wie desinfiziert man seinem Kind die Hände?

Aufgrund eines gewissen Allergisierungspotenzial ist es nicht ratsam, einem Kind regelmäßig die Hände desinfizierst. Hände waschen ist hier klar vorzuziehen und die bessere Methode. Wenn Sie Ihrem Kind unterwegs oder in öffentlichen Einrichtungen trotzdem die Hände desinfizieren müssen, gehen Sie gemäß der Anleitung zur Händedesinfektion für Erwachsene vor.

Sollte man auch die Hände von Babys desinfizieren?

Babys kommen naturgemäß weniger häufig mit krankmachenden Oberflächen in Berührung als Erwachsene. Und auch hier gilt, dass die Desinfektion von Babyhänden nur in Ausnahmefällen angebracht ist. Das gründliche Hände waschen ist auch hier das Mittel der Wahl.

Was Sie außerdem bedenken solltest, ist die Tatsache, dass sich Babys alles in den Mund stecken und somit auch die frisch desinfizierte Hand, an welcher ggf. noch Rückstände von Desinfektionsmittel haften, im Mund enden könnten. Ein Zuviel an Hygiene schadet Babys also eher, als das sie nützt. Zudem ist ein gewisses Maß an Keimen in der Umgebung förderlich und schult das Immunsystem von Babys und Kleinkindern.

4. Was ist bei COVID-19 zu beachten?

Allgemeines zum Virus

Coronaviren sind schon länger bekannt, das aktuelle COVID-19-Virus ist jedoch ein neues Virus aus der Corona-Familie.

Es gehört zwar zur Untergruppe der Beta-Coronaviren, ist jedoch eine neuartige Version, welche bisher noch nicht in Erscheinung getreten und kaum erforscht ist. Das Virus ist mit dem bekannten SARS-Virus verwandt und wird auch als SARS-Coronavirus 2 bezeichnet. Die Krankheit, welche das Virus auslöst wird international als Coronavirus Disease 2019 (COVID-2019) betitelt.

Das Gefährliche an COVID-19 ist dabei unter anderem, dass die Krankheitsverläufe ganz unterschiedlich ausfallen. Während einige Personen kaum oder gar keine Symptome verspüren, kann es bei anderen zu schweren Verläufen mit Atemnot und Lungenentzündung kommen, schlimmstenfalls endet die Krankheit tödlich.

Welche Art von Desinfektionsmittel brauche ich für COVID-19?

Aktuell gibt es keine Impfung und kein Medikament, welches das Virus gezielt tötet. Die Krankheit kann also lediglich symptomatisch behandelt werden.

Desinfektionsmittel jeglicher Art werden aktuell aufgrund des Coronavirus bekanntermaßen stark nachgefragt. Laut einer Empfehlung des Robert-Koch-Instituts eignen sich als Desinfektionsmittel gegen COVID-19 Mittel mit der Deklaration begrenzt viruzid, begrenzt viruzid PLUS oderviruzid

Bei den Inhaltsstoffen ist es von großer Bedeutsamkeit, dass entweder Ethanol (62-71%, begrenzt viruzid) oder Natriumhypochlorit (0,1%, viruzid) enthalten ist. Unser Produkt enthält >80% Ethanol.

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